Was hat Raum mit Ernährung zu tun?

Was haben schon eine XXL-Packung Cornflakes, ein Margarine-Brot und ein Soja-Chai-Latte wohl gemein? Wenn es nicht noch zu früh am Morgen ist oder man gerade im Starbucks oder Dönerbude steht sondern Zeit hat, seine Energie zum Denken zu benutzen, ergeben sich auf einmal tausende Fragen zum Woher-und-Warum von Lebensmitteln.

Früher hieß es noch „böse Monokulturen“, doch erscheint heute der erste Wirtschaftssektor bei weltweit steigenden Lebensmittelpreisen (nein, nicht nur beim Bäcker um die Ecke) und wachsender Überbevölkerungs-Polemik umstrittener und komplexer als je zuvor – Abtragung der Ackerböden, Sauerstoffarmut der Meere durch Einleitung von Düngemitteln, Klimasorgen bis hin zu akkuteren Fragen an den Menschen wie die des Landraubs, der fairen Produktionsbedingungen oder Fragen an eine gerechte Tierhaltungsethik erscheinen auf der Bildfläche.

WurstRaum

Neben diesen bedrohlich klingenden Phänomenen setzte während der letzten Jahre zusehends ein Boom des Urban Farming und Green Living ein. Hauptsache selber gemacht und vegetarisch, verdirbt das Motto der früher als „Ökos“ und „Alternative“ betitelten Menschen doch so manchen Fleischpatriot das leckere Schnitzel. Muss das denn sein?

Aufräumen, informieren, umreißen möchte damit die diskursiv Veranstaltungs- und Vortragsreihe „Die Welt isst mit – Fragen globaler Ernährung„. Bis 22. Juni können so Wissbegierige im Mainzer Umfeld gefährlichem Halbwissen entgegentreten und selber die Welt ein bisschen genießbarer machen.

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Alle angegebenen Links beziehen sich auf den 10.Juni 2012