Das Kollektiv

Der AK stellt sich vor

Kennt ihr das Gefühl, nach einem bestimmten Augenblick aufeinmal alles mit anderen Augen zusehen? Zu denken: ah, da steckt ja mehr dahinter als gedacht! Ihr nur eine Ahnung habt, in die richtige Richtung zu gehen?

Ein Schlüsselmoment für die Gründung des AKs ereignete sich im Frühjahr 2009 durch einen Vortrag David Harveys in Frankfurt.

Student_innen, unterschiedlicher Fächer, aber alle mit Interesse am Räumeln, wurden aus der Überlegung heraus mobilisiert, sich auch außerhalb des institutionalisierten Programms des Geographischen Instituts, mit kritischer Theorie zu beschäftigen. Der Arbeitskreis Kritische Geographie in Mainz formierte sich zu Beginn aus einer Hand voll Mitglieder.

Vornehmlich grundlegende theoretische Strömungen aus der post-kolonialen, der marxistischen, der feministischen oder diskurstheoretischen Literatur bestimmten unsere Leseliste. Später dann, immer spezifischer auf Raumtheorien eingehend, beschäftigten wir uns mit den Wechselwirkungen von Mensch und Raum auf städtischer und grenzpolitischer Ebene, aber auch sozial-geographischen Begriffen.

Die Umstände der Zeit und unser fortschreitendes Interesse an der Thematik sowie finanzielle Unterstützer_innen ermöglichten es uns, im Winter 2009/ Sommer 2010 bereits zwei Veranstaltungsreihen („Machtstrukturen und Exlusionsprozesse in der Stadt“ & „Abseits der WM – SüdAfrika“) auf dem Uni Campus zu realisieren.

Auch der Kontakt zu anderen AKs konnte aufgebaut werden und war fortwährend ein Ideen- und Motivationspool kommender Projekte. Im Herbst 2010  wurden wir selbst zu Organisator_innen eines Vernetzungtreffens der Kritischen Geograph_innen in Mainz.

Im Jahr 2011 legten wir eine Pause ein, auch aufgrund der Tatsache, dass viele Mitglieder weniger Kapazitäten für größere Projekte aufbringen können. Nicht desto weniger sind die Ideen der kritischen Theorie immer noch in uns, treiben uns wieder und wieder zusammen (während des Semesters einmal die Woche) und bewegen uns zu der  ein oder anderen Fahrt einer Konferenz, Veranstaltung, zur Diskussion aktueller Stadtpolitiken oder zu einem Blog (kollektivkritischegeographie.wordpress.com).

Unsere Aktionen selbst, die Facebook-Seite oder aber auch der Blog sollen informieren, vernetzen und anstoßen. Wir möchten ein Forum bieten, um sich mit Raum und räumlichen Angelegenheiten gegenüber dem menschlichen Stadtalltag und darüber hinaus auf einer, manchmal mehr und manchmal weniger, diskursorientierten Ebene kritisch auseinanderzusetzen und zudem Kritische Geographie über unsere lokalen Grenzen hinweg zu tragen – frei nach dem Motto: Eine andere Welt ist möglich.

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